Herausforderungen nach dem Erdbeben

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Nach dem Erdbeben 2015 gab es viele Herausforderungen für die nepalesische Bevölkerung und ihre Regierung zu bewältigen. Sie beeinflussten die Arbeitseffektivität der internationalen humanitären Organisationen und machten es schwierig, Menschen zu helfen, ihr Leben wieder aufzubauen. Hier die drei wichtigsten Herausforderungen:

1. Erreichen von abgelegenen Gebieten

Hochgebirgige Gebiete waren einige der am stärksten betroffenen, während häufige Nachbeben und Erdrutsche sowie Monsunregen die Erreichung von kleinen Häusern in abgelegenen Gebieten schwierig und langsam machten. Die Lieferung von Hilfsgütern und Baustoffen mit großen LKWs bis hin zu zerstörten Häusern, die nur über kleinen, steile Pfade zugänglich waren, war nahezu unmöglich. Jedoch gehören die abgelegenen Dörfer zu den ärmsten Teilen des Landes und waren daher am wenigsten in der Lage, mit einer Katastrophe fertig zu werden.

2. Verknüpfung von Fachwissen

Internationale Hilfsorganisationen arbeiten alle über nepalesische Organisationen. Dies trägt dazu bei, nationale Kompetenzen zu stärken, um auf künftige Katastrophen reagieren zu können,  und lokales Wissen einzubinden. Doch die meisten lokalen Agenturen waren nicht darauf eingerichtet, auf so große Katastrophen zu reagieren. Lokale Bauarbeiter mussten in Kernkonzepten wie sicherer Standortwahl, richtiger Entwässerung, Doppelboden und Dachbefestigung geschult werden. Neue Häuser mussten mit Einheimischen gestaltet werden, die betroffen waren.

3. Niemand wird zurückgelassen

Die ärmsten Einheimischen wurden zum Teil bei der Auszahlung von Hilfsgeldern der Regierung nicht berücksichtigt, weil sie ohne offizielle Registrierung nicht auf Behördenlisten auftauchten. Vor allem viele Frauen hatten keine gültigen Ausweisdokumente für den Empfang von Bargeldtransfers. Sie hatten kein Bankkonto, und viele hatten noch nicht einmal eine Bank jemals betreten.