Binitas Geschichte

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Binita B.K. (Name geändert) ist eine der Bewohnerinnen des Opportunity Village in Pokhara, die wir mit einem Stipendium unterstützen. Hier erzählt sie ihre Geschichte:

Ich bin Binita B.K. Meine Mutter ist alleinerziehend und konnte mich nicht versorgen, weil sie arm war. Als ich acht Jahre alt war, brachte mich meine Mutter nach Pokhara und ließ mich in einem Hotel zurück um zu arbeiten. Am Anfang war der Hotelbesitzer sehr nett. Später begann er mich zu belästigen. Ich bekam nichts Richtiges zu Essen und musste jede Nacht auf der offenen Veranda im Freien schlafen. Ich hatte sehr viel Angst alleine auf der großen Veranda. Der Besitzer und die Gäste begannen mich sehr schlecht zu behandeln. Als ich es nicht mehr aushalten konnte wollte ich weglaufen. Ich hatte so viel Angst und fühlte mich einsam. Aber ich konnte nicht zurück nach Hause, weil ich nicht wusste wo meine Mutter wohnte. Eines Tages musste ich den ganzen Tag arbeiten ohne etwas zu essen. Ich war so hungrig, dass ich altes Essen sammelte und aß. Als der Besitzer mich essen sah, beschimpfte und schlug er mich. Ich war so traurig und beschloss, dass es jetzt genug war und ich nicht noch mehr Misshandlung ertragen wollte. Ich rannte davon und wollte in einen Bus einsteigen der nach Kathmandu fuhr. Aber der Busfahrer ließ mich nicht einsteigen und brachte mich stattdessen zur Polizei, die mich an eine NGO übergab. Diese NGO wollte mich zuerst nach Hause bringen, aber da erfuhr ich, dass meine Mutter dort nicht mehr wohnte. Ich weiß bis heute nicht, wo sie ist. Also übergab mich die NGO dem Good Shepherd Children’s Home. Die Schwestern halfen mir, Kontakt mit meinen Großeltern aufzunehmen, aber sie sind zu alten und können nicht für mich sorgen. Jetzt wohne ich bei den Good Shepherd Schwestern und freue mich in die Schule gehen zu können. Ich mag Volleyball spielen. Später möchte ich einmal Lehrerin werden.