Status Biologischer Gemüseanbau

Q3/2018:

Die Herbsternte konnte auch dieses Jahr wieder zahlreiche AbnehmerInnen finden. Besonders Tomaten wurden in dieser Saison angepflanzt. Um die Farm herum pflanzten die BewohnerInnen auch einen „lebendigen Zaun“ aus stacheligen Stauden und Nutzsträuchern, um Tiere in Zukunft noch besser vom Gemüse fernhalten zu können. Die Alphabetisierungskurse stoßen auf viel Zuspruch auf Seite der Frauen, sie sind mit voller Motivation dabei.

Q2/2018:

Die Frauen nehmen weiterhin an vielen Trainings teil. Ein ausgebildeter Permakulturexperte gab einen ersten Einblick in diese spezielle Form der Landwirtschaft. Zudem sollen Managementtrainings den Frauen helfen ihre Kooperative rechtskonform und erfolgreich zu führen. Während ihrer Nepalreise gaben Tomás und Javier Martínez einige Inputs zu biologischer Landwirtschaft. Ein reger Austausch entstand und auch nach ihrer Rückkehr wurden sie noch von der Dorfgemeinschaft mit Fragen kontaktiert. Die erste Ernte wurde bereits fast vollständig verkauft und auch von der Regierung erreichten das Dorf Materialien für den Bau von Gewächshäusern. Auf den FairStyria Tagen sprach Vereinsobfrau Carola Gosch über die Projekte speziell über die Trainings.

Die Frauen aus Ghunsa wurden als zukünftiger Projektpartner ausgewählt. Bei Gesprächen mit den Frauen selbst konnte RfL feststellen vor welchen Problemen sie stehen und ihre Wünsche und Vorstellungen besprechen. Bei einem Fest lernten sich die Frauen der beiden Dörfer kennen und der Grundstein für eine solidarische Zusammenarbeit wurde somit gelegt.

Q1/2018:

Die Gemüseproduktion läuft, trotz starker Stürme, die die Gewächshäuser beschädigten. Das Farmprojekt spricht sich auch in den umliegenden Dörfern herum. Einige Frauengruppen haben Interesse bekundet ein solches Projekt mit der Unterstützung von Roots for Life auch bei sich umzusetzen. Bei ihrer Nepalreise führte Carola Gosch Assessment-Gespräche unter anderem mit Frauen aus Ghunsa durch um zu evaluieren ob sich das Dorf für ein solches Projekt eignen.

Auch abseits von Farmwirtschaft unterstützt Roots for Life die Frauen-Agrarkooperative und half einem Mitglied eine schwere Operation zu bezahlen.

Jahresübersicht 2017

Für die Finanzierung konnten wir eine Zusage zur Förderung des Landes Steiermark (Österreich) im Rahmen des Fair Styria Programmes erreichen. Nach sechs Monaten waren die Gewächshäuser einsatzbereit und eine neue Wasserquelle erschlossen – Die Farm wurde offiziell eröffnet. Im Zuge dessen profitierten zudem 15 Haushalte von der Quelle und hatten erstmals direkten Wasserzugang vor dem Haus. Die Frauen des Dorfes und auch einige Männer, absolvierten viele Trainings. Dazu gehörte zum Beispiel die Produktion von biologischem Dünger. Durch die erlernten Fähigkeiten hatten sie bald so viel Gemüse, dass es auch verkauft werden konnte. Durch finanzielle Mittel von Fair Styria wurde ein Gemeinschaftsstall gebaut und Ochsen-Sharing im Dorf etabliert. So können die Tiere zur Bewirtschaftung der Felder auf der Trainingsfarm ausgeborgt und natürlicher Dünger erzeugt werden. Die Frauen lernen immer mehr und entwickeln auch selbst neue Ideen um die Produktion zu verbessern, wie zum Beispiel eine mobile Bewässerungsanlage.

Q4/2017:

Viele weitere Gemüsesorten werden angebaut und wachsen dank der funktionierenden Kompostproduktion einwandfrei. Die Frauen entwickeln ihr Können, ihr Wissen weiter und setzen ihre Fähigkeiten ein um die Produktion voranzutreiben: Zum Beispiel durch die Konstruktion einer mobilen Bewässerungsanlage.

Q3/2017:

Das Gemüse wächst so gut, dass es nicht nur für den eigenen Bedarf der Frauen reicht, sondern auch schon verkauft werden kann. Neben dem Bewirtschaften der Felder, bekommen die Frauen von ExpertInnen auch Trainings in biologischem Anbau. Dazu zählt zum Beispiel das Herstellen von natürlichem Dünger und Kompost.

Zusätzlich konnte ein neues Konzept etabliert werden, das Oxen-Sharing. In einem Gemeinschaftsstall stellen Familien, die Ochsen besitzen, diese dem ganzen Dorf zur Verfügung. Dadurch können alle die Tiere zur Bewirtschaftung der Felder ausborgen und haben Zugang zu natürlichem Dünger.

Q1-Q2/2017:

In nur sechs Monaten konnte die Trainingsfarm dank der Förderung von FairStyria erfolgreich eröffnet werden. Der Pachtvertrag wurde für 20 Jahre abgeschlossen. Auch eine neue Wasserquelle versorgt nun die Familien und 15 weitere Haushalte, die alte ist seit dem Erdbeben 2015 defekt. Carola Gosch war selbst anwesend und hat die Felder besichtigt. Bald konnten die ersten Setzlinge herangezogen und die Pflanzen ausgesetzt werden. Dank des neuen Bewässerungssystems ist das Gemüse gut herangewachsen und für Chili und Tomaten wurden neue Gewächshäuser aufgebaut.

Q4/2016:

Für die Finanzierung konnten wir eine Zusage zur Förderung des Landes Steiermark (Österreich) im Rahmen des Fair Styria Programmes erreichen. Die Pachtverträge sind in Vorbereitung und das Social Work Institute hat bereits erste Analysen in Bezug auf Boden und Klima vor Ort durchgeführt.